Martin Schulz: Klartext & Managergehälter

Wer rund 60 Minuten gute Unterhaltung genießen möchte, der sollte sich den letzten Auftritt von Martin Schulz bei Anne Will ansehen. Konsequentes Nicht-beantworten von Fragen, ganz viele Gefühle und ein kleiner Zickenausbruch, haben mir gestern großes Entertainment geboten!

Wer nicht alles schauen möchte, der sollte zumindest von Minute 35 bis 49 schauen. 🙂

Klartext

Martin Schulz erklärt im Minutentakt, dass er „Klartext“ redet und „ganz konkret“ ist, ohne einen einzigen konkreten Vorschlag zu machen, wohlbemerkt innerhalb von fast 60 Minuten. Ein paar halbwegs konkrete Forderungen nennt er kurz vor Ende, aber er schafft es ansonsten konsequent nichts zu sagen, obwohl er sehr viel spricht.

Ein Moment, in dem ihm fast ein Satz rausrutscht, wie es Sarah Wagenknecht vor kurzem passierte, ist besonders amüsant:

Wer sich in diesem Land nicht an die Regeln hält…“ Oh Oh – kurze Denkpause! Wie kommt man aus so einem typisch rechtspopulistischen Satz wieder heraus? Martin meistert es gekonnt: „… der muss daran erinnert werden, dass er sich an die Regeln zu halten hat.“ Gefolgt von einem „Ich glaube das sind sehr präzise Aussagen.“ Nein, sind sie nicht. Präzise wäre ein konkreter Vorschlag.

Außer man fasst das als konkreten Vorschlag auf und erinnert in Zukunft Menschen, die gegen Gesetze verstoßen daran, dass sie sich an diese zu halten haben. Ein guter Punkt für die SPD!

Klartext beherrscht er nur dabei, immer wieder zu sagen, wie ungerecht es in unserem Land zugeht, wobei es leider genau bei dieser Phrasenhaftigkeit bleibt. Ja, wir finden alle schlimm, wenn Menschen trotz Vollzeitarbeit mit einer Armutsrente rechnen müssen, aber was ist nun Dein Vorschlag?

Gefühle

In den letzten Jahren hat man Kritik zunehmend damit abgetan, dass es ja nur Gefühle sind. Einhergehend damit, sprechen Politiker und Journalisten gerne davon, dass man es den Menschen einfach besser erklären müsse. Ich freue mich jedes mal, weil ich das so lustig finde. Es ist schon nicht mehr an Dreistigkeit zu überbieten, wenn Politiker von den Wählern abgestraft werden und sie zu anderen Parteien oder auch in das Lager der Nichtwähler wandern und die Verursacher dessen sich einen schlanken Fuß machen und sagen: „Im Grunde haben wir das Richtige getan, aber wir haben es nicht richtig erklärt.„.

Das traurige daran ist, dass sie trotzdem große Koalitionen bilden können und so weiter an der Macht bleiben. Ein Unternehmen, das so agiert, geht einfach Pleite, weil keiner mehr die Produkte kaufen möchte.

Schulz springt auf diesen Zug nun verkehrt herum auf und das ist sehr interessant. Anstatt auch nur ein einziges Mal wirklich konkret zu werden, spricht er sicher 10-20 mal davon, dass man die Sorgen und Ängste der Bürger ernst nehmen muss. Gefühlt jedes mal, wenn Anne Will eine konkrete Antwort möchte, erzählt Schulz, dass er in erster Linie die Probleme der Menschen versteht und das er eben dieses Gefühl vermitteln möchte.

Das ist auch schön, aber Verständnis ist, ohne konkrete Vorschläge, wie man eine Situation ändert, wertlos. Schulz liefert nicht.

Totalitäre Tendenzen

Totalitär. Ein hartes Wort! Wie meine ich das?

(ab 48:00)

Anne Will kommt in ihrem Interview auf die Flüchtlingskrise und die EU zu sprechen. Hier erzählt Schulz wieder viel von Verantwortung usw. und kommt zu dem Schluss, dass alle Länder bei der Verteilung von Flüchtlingen helfen sollten, da es ihre Pflicht ist und dass es sonst zu Sanktionen kommen müsse.

Das ist doch aber sozial und nicht totalitär oder?

Sozial ist es, etwas zu tun, was in seinem eigenen Machtbereich liegt um anderen zu helfen, nicht andere zu zwingen, etwas in den eigenen Augen Gutes zu tun.

In der EU sind nahezu alle Länder gegen eine Aufnahme von Flüchtlingen, was für eine Anmaßung ist es da, andere demokratische Länder dazu zwingen zu wollen, den eigenen Vorstellungen zu folgen und sie sonst zu bestrafen?

Die EU besteht aus 28 Staaten, Martin! Du sagst selbst, dass 5-6 Staaten die Flüchtlingskrise in der EU schultern und der Rest nicht möchte. Du kannst nicht entscheiden, was alle anderen tun sollen und wenn Du sie bestrafen möchtest, bist Du dann Demokrat oder eher das Gegenteil?

Mir fehlt hier demokratisches Verständnis und das ist ein Beispiel von vielen, die ich besorgniserregend finde.

Wer sind die Feinde?

Börsennotierte Unternehmen und Rechtsextreme.

Er geht ein Beispiel durch mit einer Dame aus Essen, die sehr wenig verdient und mutmaßt, dass sie möglicherweise bei einem Unternehmen arbeitet, das an der Börse notiert ist und „dicke Profite macht„.

Ich möchte jetzt nicht darauf eingehen, dass selbstverständlich alle großen Börsenunternehmen überdurchschnittlich gut bezahlen und die Leute natürlich bei kleinen Firmen, die eben keine dicken Profite machen, weniger verdienen, sondern auf die genialen populistischen Aussagen, die folgen.

Die Tariflöhne sind zu niedrig, diese Tariflöhne führen im Alter zu Renten, die Altersarmut bedeuten.“ <– Nein, das macht unser Rentensystem. Möchtest Du etwas für zukünftige Rentner tun, dann sei so mutig und wag Dich an dieses Thema heran. Du möchtest und unterstützt, dass ein normaler Arbeitnehmer mit Arbeitgeberbeiträgen fast 20% seines Lohns in die Rentenkasse steckt. Es sind genau diese Konzepte, die Altersarmut produzieren. Wer mehr Zahlenspiele dazu lesen möchte, der wird in diesem Beitrag fündig: Wie unser Rentensystem Altersarmut produziert (+Lösung)

Wir zahlen riesige Boni an Unternehmensführer.“ <– Nein, darüber entscheiden die Besitzer der Unternehmen, in Deinen Beispielen die Aktionäre.

Man kann daraus also ableiten, dass Martin Schulz Preise diktieren möchte. Er möchte untere Einkommen steigern und obere Einkommen begrenzen. Das Preisfestsetzungen nie richtig sein können und in den Händen der Politik am wenigsten genau und fair bestimmt werden, ist ihm dabei nicht bewusst. Wer sich hier vorsichtig einlesen möchte, dem empfehle ich diesen Link:

http://www.mises.de/public_home/article/219

Warum Martin Schulz ein Populist ist

Wer sich über zu hohe Vorstandsgehälter aufregt, der kann entweder Schulz beipflichten oder einfach selbst ein bisschen rechnen.

2013 strichen die VW-Vorstände als Spitzenreiter im DAX 64 Millionen Euro ein. Ein großer Teil sind natürlich Bonuszahlungen, also Belohnungen, wenn sie den Konzern voranbringen, wovon natürlich die knapp 600.000 (sehr gut bezahlten) Mitarbeiter ebenso profitieren.

Nun rechnen wir: 64.000.000/600.000= 106,66

Das bedeutet: Würde man die „ungerechten“, „dreisten“, „überzogenen“ Vorstandsgehälter komplett auf die Belegschaft umverteilen, so erhielte jeder Mitarbeiter (vor Steuern) 106,66 €. Vater Staat bedient sich natürlich nochmal mit sagen wir 40%.

Am Ende haben wir also 106,66/12=8,89 sprich 8,89 € pro Monat, die nach Steuern dann 5,33 € sind.

Ist das ein Skandal? Es ist wohl eher zu kurz gedacht, als ein reales Problem.

Übrigens: Die Mitarbeiter haben im selben Jahr 6.200 € Erfolgsbeteiligung erhalten, bei Audi sogar 6.900 €. Allein die 100.000 Mitarbeiter die direkt bei VW und nicht bei Tochtergesellschaften arbeiten haben also im selben Jahr ca. das 60-fache der Vorstandszahlungen erhalten.

Selbst, wenn wir jetzt ohne große Recherche noch die Gehälter der Führung von Audi und anderer Unternehmen unter dem VW Wappen nehmen und mit 100 Millionen € Chefvergütung rechnen oder mit 150 Millionen, so erhalten wir dennoch extrem niedrige Werte. Ist es Unternehmen eventuell zu Recht 5,33 € pro Mitarbeiter und Monat Wert, einen Vorstand zu haben, den sie als am besten geeignet einschätzen?

Mit welchem Recht möchte die Politik mir als Aktionär oder Firmeninhaber vorschreiben, wem ich wie viel Geld zahle? Bis zu welchem Punkt ist das gerecht und ab welchem Punkt ist es Drangsalierung, Einschränkung und vermindert Wohlstand?

Außerdem spülen diese Gehälter und der damit verbundene Konsum unfassbar viele Steuern in die Staatskasse.

Er möchte also mehr Staatseingriffe und Umverteilung, was neben vielen negativen Folgen vor allem höhere Steuern und mehr Bürokratie bedeutet.

Populismus gegen Aktionäre und „Reiche“

Martin Schulz Populist

Die Abgeltungssteuer wird auch gerne bemüht, daher war ich überrascht dazu nichts von ihm zu hören, aber er tut es oft genug an anderer Stelle und ich muss es einfach loswerden.

Bei den meisten Unternehmen bleiben 3-5% Gewinn nach Kosten, Steuern und Abgaben übrig, der Rest geht an Wirtschaft, Mitarbeiter und Staat.

Gehen wir einmal durch, ob Kapitaleinkommen wirklich weniger besteuert werden als Arbeitseinkommen.

Sagen wir ein Unternehmen zahlt 30% Steuern auf seine Gewinne (Gewerbe- + Körperschaftssteuer).

Aus 100 € Gewinn werden also 70€. Diese werden nun voll an die Investoren ausgeschüttet (meistens sind es eher 10-50%). Nun gehen noch einmal 25% von den 70€ herunter und es bleiben 52,25 € übrig.

Auf den Gewinn wurden also nicht, wie Politiker und Journalisten gerne behaupten, 25% Steuern bezahlt, sondern 47,75%.

KEIN Arbeitnehmer zahlt auf seinen Lohn 47,75%, der Durchschnitt liegt eher unterhalb von 20% –> https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1768/umfrage/durchschnittlicher-einkommensteuersatz-pro-steuerpflichtigem-nach-bundeslaendern/

Es ist also mal wieder breitgestreute Desinformation, denn selbst die 25% Abgeltungssteuer liegt oberhalb des durchschnittlichen Einkommenssteuersatzes! Noch nicht einmal diese Aussage stimmt also! Es ist eine ausgedachte und über Jahre wiederholte Falschbehauptung. Fake News at it´s best.

Der Staat erhält also knapp die Hälfte der Gewinne der Aktionäre. Im übrigen sind Aktionäre nicht böse Menschen, sondern ganz normale Personen, die ihr erspartes eben investieren anstatt es auszugeben. Daran ist nichts schlimmes. So wie ich eine Bäckerei eröffnen kann, kann ich auch Teile einer Bäckerei kaufen und ich bin dadurch kein raffgieriger Kapitalist, der Menschen ausbluten lässt.

In der Tat gibt es sehr erfolgreiche Unternehmen, die im Geld schwimmen und ich bitte um zahlreiche Beispiele von erfolgreichen Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht überdurchschnittlich gut bezahlen. Ich behaupte, es wird kein einziger Dax-Konzern zu finden sein, der seine durchschnittlichen Mitarbeiter nicht überdurchschnittlich gut bezahlt. http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitgeberwahl-mittelstand-oder-konzern-12561756.html

Wer übrigens tatsächlich nur 25% Steuern zahlt ist Martin Schulz. EU-Abgeordnete zahlen,  soweit sie verheiratet sind, effektiv unter 25% Steuern. http://www.inge-graessle.eu/view-aktuelles/items/338

Mehr dazu: https://gehaltsreporter.de/promi_gehaelter/martin-schulz.html –> „Insgesamt kommt Schulz damit auf ein Jahresgehalt von ca. 325.000 Euro, ungefähr zwei Drittel davon steuerfrei.“

Ich habe Angst

16699885_1249862248383999_1675068476_n

Es ist purer Populismus und schürt Hass und Vorurteile auf Marktwirtschaft und Kapitalismus, wenn führende Parteimitglieder am laufenden Band von der Ungerechtigkeit dieses Systems schwadronieren. Ich beobachte mit großer Sorge, wie damit Stück für Stück die Grundlage für den Wohlstand dieses Landes, durch Politiker, die gewählt werden wollen und Journalisten, die Emotionen für Auflage schüren, aufs Spiel gesetzt wird.

Die europäischen Staaten haben sich bis über beide Ohren verschuldet und verschenken Steuereinnahmen, die sie garnicht haben. Lese ich Sätze, wie auf dem Bild oben, denke ich nicht an Konzerne, so wie es die SPD gerne hätte. Ich denke an das verantwortungslose Handeln der europäischen Staaten. Ihr benutzt das Geld der Bürger um das Produkt Macht/Einfluss von ihnen zu kaufen.

Ich habe Angst. Es ist keine Angst vor den Dingen, die Martin Schulz beschreibt, sondern eine Angst vor Menschen wie Martin Schulz und ihren Ideen und Weltanschauungen. Martin Schulz wird und kann nichts zum Besseren ändern. Er möchte Ängste schüren um gewählt zu werden und populistische Ideen durchsetzen, die unsere Zukunft bedrohen.

Egal, ob es um Rente, Gehälter oder soziale Gerechtigkeit geht, die SPD hat kein Konzept, das in der Lage ist, hier etwas zum besseren zu verändern.

Schaut man sich eine Talkshow an und notiert sich die Antworten und Pläne von Politikern, wird man schnell feststellen, dass wie in der Martin-Schulz-Fragestunde nahezu ausschließlich leere Phrasen gedroschen werden. Mich wundert, wie sehr sich viele daran gewöhnt haben und wieso es trotzdem funktioniert, wenn diese Menschen anderen vorwerfen populistisch zu sein oder keine Lösungen anzubieten. Entwicklungen wie die AfD, Trump oder der Brexit zeigen vielleicht aber doch, dass viele Menschen es leid sind. Ich sage damit nicht, dass ich für all diese Dinge bin, sondern dass sie ein Ergebnis sind, das ich verstehen kann.

Es ist deshalb so dumm, sich über Trump, Brexit und Co. zu beklagen und auf sie einzuschlagen, weil man nur die Symptome bekämpft. Isst man jeden Tag nur Hamburger und wird deshalb oft krank,  so kann man sich über die Krankheit beklagen und immer mehr Medikamente zu sich nehmen oder man schaut nach den Ursachen und ernährt sich in Zukunft gesünder, um sein Immunsystem zu stärken.

Gegen die AfD zu wettern ist dumm. Schlau ist zu schauen, was die Wähler möchten und warum sie zur AfD gehen. Es ist eben genau diese Wir-haben-alles-richtig-gemacht-müssen-es-nur-besser-erklären-Einstellung, die die Wähler zu Dummköpfen abstempelt. Sicher gibt es viele Wähler, die aus puren Emotionen zur AfD abwandern, da bin ich mir sicher. Allerdings gibt es auch ganz konkrete Punkte, die viel wichtiger sind als das.

Die „Eurorettungspolitik“, Schuldensozialisierung, der Euro, die Zukunft der Rente, Flüchtlingskrise und vieles mehr, sind ganz konkrete und riesige Probleme, bei denen viele Bürger sich ganz konkret eine andere Politik wünschen. Bei all diesen Themen gibt es innerhalb der etablierten Parteien allerdings keine wirkliche Opposition. Das kann man sogar gut und richtig finden, aber mir ist das fehlende Verständnis gegenüber Menschen, die sich nach einer Alternative dazu sehnen schleierhaft.

Ich kann gar keine Partei wählen. Für mich sind die größten Probleme das Rentensystem, Schuldensozialisierung innerhalb der EU, Rettungsprogramme für insolvente Staaten auf Kosten der Steuerzahler und der Euro als einheitliche Währung für wirtschaftlich zu unterschiedliche Länder. Es gibt keine Partei, die ein Interesse oder die Möglichkeit hätte, diese Themen anzugehen. Es muss in großen Institutionen meist erst knallen, bevor gegengesteuert wird.

Am Ende muss ich dann mein privates Vermögen hergeben und dafür bezahlen, auch wenn ich konsequent dagegen war. Das ist dann Solidarität, werden mir Menschen wie Martin Schulz sagen.

Solidarität ist also, wenn ich viele Jahre Steuern zahle (die der Staat nicht nutzt um Rücklagen zu bilden), selbst vorsorge und dann in einer Krise entweder über Inflation oder, wie in Zypern vor ein paar Jahren, eine Sonderabgabe leisten muss. Diese Sonderabgabe bezieht sich dann auf das Geld, das ich gespart und investiert habe. Dumm eigentlich, denn Menschen, die ihr Geld ausgegeben haben für Autos etc. werden weniger bzw. nichts abgeben müssen, da sie ja kein Vermögen aufgebaut haben.

Ich denke für meine Sorgen und Nöte hat Martin Schulz wenig Verständnis.

Eure Meinung ist gefragt!

Würdet ihr Martin eure Stimme geben?

Könntet Ihr euch vorstellen Martin Schulz zu wählen?

Vielleicht habt Ihr den Auftritt aber auch ganz anders wahrgenommen.

Fandet Ihr ihn überzeugend und klar?

Eine ganz gute Beschreibung von Martin Schulz, die ich ähnlich sehe:

 

 

Buchempfehlung:

Wilhelm Röpke (Denker der Freiheit)

Ein schönes Buch mit interessanten Einblicken in die Gedankenwelt eines der Gründer unserer sozialen Marktwirtschaft. 

 

 

 

 

 

Mit Freunden teilen:

This Post Has 13 Comments

  1. Bin erst am Wochenende auf Deinen Podcast gestoßen und habe ihn sofort abonniert. Du spricht mir aus dem Herzen! Als Selbstständiger mit einer 50 Stunden Woche bin ich diese immer wieder aufkommende Neid-Debatte einfach leid. Die DDR ist noch nicht allzu lange her, viele haben anscheinend aber vollkommen vergessen, wozu diese ganzen linken Ideen führen… aktuell könnte man der Linken vielleicht einen Besuch inn Venezuela empfehlen. Dort kann man sehen, wohin dieses gewünschte Staatswesen führen kann und das bei einem Land mit den größten Ölvorräten der Welt…

    Habe schon so manches Mal an ein Auswandern in die Schweiz nachgedacht…

    1. Vielen Dank für das Lob!
      Ich unterschreibe alles und für mich ist vollkommen klar, dass es nach dem Studium in die Schweiz geht. Man trägt hier konsequent die Basis für Menschen ab, die etwas werden wollen.

  2. Na dein Abstimmungsergebnis gibt ja doch noch Anlass zur Hoffnung. Kann Schulz einfach nichts ausstehen. Da ist mir ein Steinmeier als Präsident doch um einiges angenehmer (und noch dazu wird in der Position kein Schaden angerichtet).
    Schönes Wochenende!

  3. meine schlimmsten Sorgen als Österreicher und Europäer sind im heurigen Wahljahr Schulz und Le Pen. Ich fürchte beide Wegbereiter für einen gesellschaftlichen Zustand den ich mir nicht ausmalen will.

  4. Ganz fettes LIKE!

    Wie oft bist du nach dem Artikel jetzt schon als Pack, Nazi, oder was sonst gerade in ist den meinungstechnischen Nicht-Mitschwimmern an den Kopf zu werfen beschimpft worden?

    Hatte nur ein paar Minuten von seinem Auftritt mit bekommen und mich da schon wieder gewundert mit welchen simplen Strategien versucht wird bei den Wählern zu landen. Empfinde ich immer als „Anti-Werbung“.
    Das zieht sich ja durch die ganze Politik – hier ist bald Bürgermeisterwahl und deren Plakate sind genauso inhaltsleer und einige haben den Bürgermeister in einer lokalen Facebook-Gruppe regelrecht für seine Bürgernähe gefeiert als er vor einem lokalen Laden (und per Post an Erstwähler) „Schoki“ verteilt hat (da war ich echt baff).

    Herrlich finde ich ja immer dieses genervte „Nochmal…“ mit dem die Politiker gerne anfangen, wenn mal jemand nachhakt. Soll wohl verdeutlichen, dass jemand sich gerade wie ein dummes Kind verhält das mal wieder gar nix kapiert. Tja, vielleicht sollten die Politiker es mal mit Antworten zu den Fragen probieren und es würde sie auch jemand verstehen.

    Bin wirklich gespannt wie die AFD letztendlich abschneidet. Wenn die etablierten Parteien denen weiter so eifrig die Wähler zutreiben, dürfte für die ein ziemlich gutes Ergebnis raus kommen.
    Einfach weiterhin groß ankündigen „wir werden die AFD zur Rede stellen und entlarven“. Wäre ja sicherlich eine gute Strategie es mit Fakten zu probieren, aber wenn man dann immer nur „ihr seid böse Nazis“ und „aber der Höcke hat … gesagt“ herausbringt, wirkt das jetzt auch nicht soooo überzeugend.

  5. Toller Beitrag! Danke!

  6. Ich kann den Schulz Hype überhaupt nicht verstehen und die Umfragewerte die sich jeden Tag auf’s neue zu gunsten der SPD Überschlagen sind so unglaubwürdig wie deren Wahlversprechen. Ich finde die AfD soll in den Bundestag. Als unbequeme Opposition einer hoffentlich nicht Rot Rot Grünen Regierung kann sie sich dann beweisen ob sie wirklich eine Alternative ist.

  7. Hallo Jasper,

    ein wirklich sehr guter Artikel. Vielen Dank für diese (leider sehr zutreffende) Analyse.

    Liebe Grüße
    Swantje

  8. Ich bin immer wieder begeistert von Deinen großartigen Artikeln zu Themen wie Politik und Wirtschaft.
    Selbst sehe ich auch eher mit Magenkrämpfen auf die bevorstehende Wahl und weiß noch nicht, was ich machen soll.
    Dieses Jahr wird zudem meine erste Bundestagswahl sein.
    Mich regt es immer auf, dass die Politiker keine konkreten Sachen sagen und nur ausweichen.
    Lösungen werden erst recht nicht angeboten.

    Schöne Grüße
    Dominik

    1. Hey Dominik,
      Vielen Dank für die lieben Worte!
      Ja, daher empfehle ich immer gerne die alten Talkshows mit Bernd Lucke, der hat das System nicht verstanden. 😀
      Es ist sehr lustig zu sehen, wie er konsequent Argumente austauschen möchte, aber immer wieder ins Leere läuft, weil er die politischen Spielregeln nicht versteht/adaptiert und dann häufig borniert reagiert.
      Er erklärt in 60 Sekunden komplexe ökonomische Zusammenhänge und Göhring-Eckert antwortet einfach mit: „Wir wollen ein Europa der Menschen, nicht ein Europa des Geldes!“ und schon klatschen die Zuschauer und Bernd versteht die Welt nicht mehr und wird wütend 😀

  9. Hallo Jasper,

    ich teile deine Meinung zu Schulz und habe was die Wahlen angeht die schlimmsten Befürchtungen. In unserer deutschen Neidgesellschaft wird die billige Polemik wieder fruchten da bin ich sicher. Schade finde ich, wenn Leute wie du am Ende gar nicht wählen sollten und den Linken wie Rechten so das Feld überlassen. Vielleicht kommt ja doch die FDP für dich in Frage? Ich weiß auch dort gibt es kritische Punkte. Kommt die Partei aber wieder nicht in den Bundestag wird das Rot Rot Grün bedeuten. Daher mein Aufruf: Bitte nicht zu Hause bleiben Jasper 🙂

    1. Hey Florian,
      danke für die Unterstützung!
      Ich finde ALFA ganz interessant, aber da besteht ja keinerlei Chance. Sollte es hart auf hart kommen werde ich evtl. CDU/FDP wählen, aber mit Zähneknirschen, weil beide für mich eigentlich unwählbar sind.
      Ich denke am Ende wird es wieder eine große Koalition, denn Rot-Rot-Grün wird die 50% nicht annähernd kratzen.
      Aber vielleicht ist es richtig, was du sagst und ich muss mich am Ende für die FDP einsetzen, obwohl es das letzte ist, was ich möchte 🙁

      1. Hmm, welche Chance hätte die ALFA wohl wenn nicht sämtliche ihrer Sympathisanten weil es sich ja sowieso nicht lohnt lieber ihre Gegner wählen würden?
        So kann man seinen Favoriten auch klein halten… 😉
        (Ja, ich riskiere in so einem Fall lieber, dass meine Stimme sich im Zweifel nicht auswirkt als gegen meine Überzeugung die „Falschen“ zu wählen.)

Schreibe einen Kommentar

Menü schließen