Betrüger in der deutschen Finanzblogszene? Ein „Value“-Investor auf Abwegen

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich über einen anderen Blogger schreiben sollte, wenn es um schwere Vorwürfe ihm gegenüber geht, aber schlussendlich ist es für mich eine Frage des Gewissens. Ich werde den Namen nicht veröffentlichen und lösche diesen Beitrag, falls ich erfahren sollte, dass es für alles eine Erklärung gibt. Ich habe diesen Blog ins Leben gerufen, um zu lernen und andere an meinem Wissen und meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen, daher fühle ich mich dafür verantwortlich, meine Reichweite zu nutzen um meine Leser vor potenziellen Betrügern zu schützen.

Der Couponschneider hat vor einigen Tagen beiläufig ein Thema aufgegriffen, das mich auch schon seit einiger Zeit beschäftigt. Es gibt einen „Value-Investoren“, der seit einigen Monaten sehr penetrant im Netz für seinen Kurs und E-Books wirbt.

Ein Hauptgrund, warum man für seine Produkte Geld ausgeben sollte, ist eine Rendite von >32 % p.a., die er angeblich seit rund 10 Jahren erwirtschaftet. In einem Webinar, das nicht (!) live ist, gibt er an, ein Bestseller Autor zu sein, nur findet man leider nirgendwo einen Beleg dafür, genau so wenig wie für seine Rendite. Ein „Bestseller“, den man im Internet nicht findet… interessant! https://de.wikipedia.org/wiki/Bestseller

Angeblich ist sein Webinar live und man kann Fragen stellen, die sein „Mitarbeiter“ moderiert, allerdings ist das Webinar nicht live und die Fragen müssen durch seinen Moderator freigegeben werden, was aus eben genannten Gründen nicht möglich ist. Allerdings erscheinen dennoch „live“ viele positive Kommentare , die man sich nicht so recht erklären kann. Eventuell haben seine „Mitarbeiter“ sie selbst geschrieben? In der Bestätigungsmail für die Webinaranmeldung heißt es: „Lerne meine 5 Schritte und mache es mir nach. Mit diesem Weg, habe ich damals als Anfänger 70 tausend Euro Jahresumsatz gemacht und ich Beweise Dir Das!

Wäre dieser Blogger wirklich in der Lage langfristig Investoren wie Mohnish Pabrai, Seth Klarmann oder Warren Buffett zu schlagen, wäre er nicht Key Account Manager bei einem Vertreiber von Haushaltsartikeln, sondern würde für hunderttausende Euro im Jahr einen Fond leiten, anstatt einen Blog zu betreiben.

Warum löscht er Kommentare, die seine Renditeerfolge in Frage stellen, anstatt seine Performance einfach zu belegen?

In seinem Seminar wirbt er damit, dass er einem über 2.000 € schenkt, dass er mit seinen Investments über 70.000 € im Jahr verdient und vieles mehr. Unseriöser geht es nicht und wozu dann noch Videokurse und E-Books verkaufen? Angenommen die 70.000 € und die 32 % p.a. stimmen, dann müsste er in den letzten Jahren über rund 220.000 € verfügen (220.000*0,32=70.400 €). Angenommen das würde  5 Jahre so gehen, dann wären wir bei 756.785 € und in 6 Jahren bei >1.000.000 €.

Ich hatte bereits Mailkontakt mit Mr. 32 %. Er fragte, ob ich nicht Interesse hätte, sein E-Book zu bewerben. Ein anderer Blogger hätte bereits einen Affiliate-Link für sein Buch auf seine Seite gesetzt: „Ich glaube er lacht noch heute“ – wegen der hohen Beteiligung an den Umsätzen. Ich fragte ihn, wie er bei Novo Nordisk nach der Herabsetzung der Wachstumsprognosen auf einen „fairen“ Wert von 50 € kommt… keine Antwort.

Ein weiteres Indiz, aber kein Beweis ist, dass er trotz seiner gigantischen Erfolge nicht in der Lage ist, sich eine GmbH zu leisten. Er hat eine UG gegründet, über die er seine zwielichtigen Geschäfte abwickelt. Zur Erklärung: Bei der Gründung einer GmbH muss man 25.000 € Stammkapital bereitstellen können, die UG hingegen ist eine Mini-GmbH, die man ab einem Euro Stammkapital gründen kann. Sinn und Zweck einer UG ist es, Unternehmern mit wenig Kapital die Gründung zu ermöglichen. Warum also kann ein Super-Investor, der jährlich über 70.000 € mit Aktien macht und nebenbei Key Account Manager bei einem Haushaltsartikelvertrieb ist, bei dem er sicher nochmal 45.000-60.000 € im Jahr verdient, keine 25.000 € für eine GmbH auftreiben?

Fragen über Fragen also! Für mich gilt, dass ich diesen Artikel sofort lösche, wenn sich alles plausibel begründen lässt, ansonsten bitte ich jeden anderen Blogger darum, sich dafür einzusetzen, dass Scharlatane sich nicht in der deutschen Blogosphäre durchsetzen können.

Niemand schenkt euch eine Überrendite. Kauft einen ETF oder lest Bücher von Menschen, die Erfolge nachweisen können und etwas auf dem Kasten haben, aber haltet euch fern von Bloggern, die feste Beträge versprechen und nicht mehr als leere Angebersprüche bieten können.

 

Nachtrag:

1.

Ich habe auf einer anderen Seite herausgefunden, wie die Rendite von 32 % p.a. erreicht wird. Aus 4.132,37 € wurden nach 10 Jahren 71.378,84 €, das bedeutet, dass offensichtlich weitere Einzahlungen als Rendite verkauft werden. Hätte er mit 10 € angefangen und dann durch monatliche Einzahlungen 71.000 € erreicht, hätte er also mehrere Tausend % Rendite p.a. ohne einen Cent in Aktien investiert zu haben. Angenommen ich investiere in Jahr eins 1.000 € und verliere alles, aber investiere weitere 10.000 €, so habe ich nach dieser Logik mein Kapital in Jahr zwei verzehnfacht. Was für eine Rendite, schließlich ist es, als hätte ich aus 1.000 € sagenhafte 10.000 € gemacht! Wie er aber nun aber bei 4.000-70.000€, bereits los Anfänger 70.000 € Jahresumsatz verwirklichen konnte bleibt ungeklärt.

Im übrigen erhalte ich, wenn ich die Ausgangsdaten nehme und annehme, dass durch Verkäufe und Dividenden rund 12,5 % der jährlichen Rendite versteuert werden rund 54.000 €. Sollten die Zahlen stimmen, halte ich folgenden Vorgang für realistischer:

Bei Einzahlungen von 300€ im Monat und einer Rendite von 11% könnte der genannte Wert also entstanden sein. Denkbar wäre auch eine niedrigere Rendite und eine höhere Sparquote oder umgekehrt, vielleicht sind die Zahlen aber auch einfach ausgedacht.

Datiert wird der Zehnjahreszeitraum von 2004 bis 2014, was komisch ist, da bei einem neuen Blog (19.09.2016) ja die Rendite aktualisiert sein sollte. Auf dem Blog steht jedoch die gleiche Rendite auch für den aktuellen Zeitraum: „…und habe eine jährliche Rendite von 32,5 % erarbeitet“. Das betrachte ich als Beweis, da es schwer vorstellbar ist, dass man eine Rendite von exakt 32,5 % p.a. von 2004 bis 2014 erzielt und die zwei folgenden Jahre diesen Wert um keine Nachkommastelle verändern.

2.

Inzwischen werden negative Kommentare scheinbar nicht mehr gelöscht und es soll eine ausgiebige Stellungnahme folgen.

3.

Ein Leser hat mich soeben auf den Untertitel eines E-Books des Bloggers hingewiesen: „12 Prozent Rendite ohne Risiko – Der Mindestlohn für Value Investoren„. Ich bin gespannt, wie man solche Versprechen halten möchte, denn egal um wen es geht, Warren Buffett, Dirk Müller oder der Sparkassenvertriebler aus Angelmünde, niemand würde jemals behaupten er könnte das Risiko ausschalten. Solche Aussagen sind für mich eine Begegnung der dritten Art.

4.

Die Richtigstellung des Bloggers wurde inzwischen erneuert. Leider haben mich die Argumente nicht überzeugt, aber das kann ja jeder Leser für sich selbst beurteilen. Von Mobbing distanziere ich mich ausdrücklich, Kritik sollte stets sachlich sein und ein persönlicher Angriff war zu keinem Zeitpunkt meine Absicht.


 

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This Post Has 48 Comments

  1. Ich hatte den Blog vor längerem auch mal gesehen, mich aber nicht genötigt gefühlt, was dazu zu schreiben. Aber das hast du ja mittlerweile übernommen und der Couponschneider auch. Und über das, was der Couponschneider geschrieben hat, wurde auf einem anderen Blog geschrieben. Sehr nett zu lesen das alles… Ganz schön was los in der Finanzblogszene 🙂

  2. Die Depotgrafik, die es woanders auch mit allen Aktiennamen zu sehen gibt/gab, sagt mir nur so viel. Fast alle Werte sind beinah gleich dem Kaufwert (Gesamtbuchwert pro Position +/- 1000 EUR). Nur 2-3 Werte haben einen signifikanten Zuwachs für den benannten Zeitraum von mehrern Jahren und laut dieser Übersicht erlebt.
    Und das für so einen guten Börsenzyklus. Nur 2-3 Werte…..

  3. Folgenden Kommentar habe ich dort eben hinterlassen, da mich dieser Umstand beschäftigt:

    „Dann habe ich eine Frage, die sachlich ist und sich somit gemäß obigem Blogbeitrag öffentlich beantworten lässt. (Wird sie nicht ungekürzt öffentlich gestellt und danach ändern sich die unten beschriebenen Fakten, so ist mir das Indiz genug.)

    – Hier
    http://fgp.investorenausbildung.de/handbuchderaktienanalyse/

    und hier

    http://fgp.investorenausbildung.de/videokurs-1-2/

    findet man ganz unten links ein Logo (in Variationen) zum „Serverstandort Deutschland“. Das dürfen nur Kunden des all-inkl.com-Hosters (Neue Medien Münnich) nutzen, so meine Information. Allerdings auch diese nur unter der Vorausetzung, das sie das Logo korrekt auf eine bestimmte Seite von all-inkl.com mit Infos zum Rechenzentrum verlinken.
    Laut Denic sind Sie Kunde bei all-inkl. An die Verlinkungsregelung die all-inkl vorgibt wird sich aber nicht gehalten.
    Für mich scheint es sogar so, das er das Logo abgewandelt hat.

    Infos zum Logo/Siegel:
    https://all-inkl.com/info/rechenzentrum/
    Dort auf „Serverstandort Deutschland – Banner für Ihre Webseite“ klicken für mehr Infos inkl. der Verlinkungs-Vorgabe.

    Wie stehen Sie dazu Herr Günther?
    Bei mir findet der von mir o.g. Umstand mehr Anstoß als die 32,5% die ich trotzdem für faszinierend halte. In welche Interpretation auch immer.

    Da das ganze sicher auch für die Leserschaft und potenziellen Kunden interessant ist, stelle ich die Frage als Kommentar und nicht per E-Mail.
    Stand: Anfang Juni 2017 / Kommentarpost: 10.06.2017“

    ENDE des Kommentars.

    Der Kommentar wurde auf der „Richtigstellung“s-Seite am 10.06.2017 um 14:09 Uhr MESZ gepostet. Er trägt die Zählung #comment-254 .

    1. Interessant! Meinst du die 312 Kunden mit der Gesamtwertung von 4,9/5 Sternen gibt es garnicht oder wie?

      1. Ob es die Kunden nicht gibt kann ich nicht nachvollziehen.
        Im obigen Kommentar beziehe ich mich ja auf das Serverstandort-Siegel/Logo.

        Das Kundenbewertungslogo ist aber a) auch nicht verlinkt, was komisch ist und b) sehr pixlig und schwer leserlich. Ob das fahrig/schlampig ist oder Absicht, da kann ich auch nur spekulieren. Genauso wie beim angeblichen Kundenfoto der Kundin N. Hoffmann im Testimonial auf einer der beiden genannten Seiten. Sieht sehr nach Modell/Platzhalterfoto aus, als nach einem echten Kundenfoto. So wirkt es auf mich.

        Sowohl als auch, es wirkt komisch auf mich. Weil beide Varianten wären jeweils *hm* nicht so toll, wenn man damit wirbt.

  4. Ich habe eure Posts alle verfolgt…er hat was aktualisiert zu seiner Richtigstellung…was meint Ihr dazu?ist auf jedenfall ganz schön lang…

    Den Artikel heute morgen hat er nun mit Quellen versehen…von daher kann ich anhand der Quellen keinen Fehler entdecken oder?

    1. Für mich ist das nach wie vor heiße Luft, auf wesentliche Punkte wurde nicht eingegangen, alles als Hass und Mobbing abgetan etc.. Ich fand die Kritik in der Regel sehr sachlich, aber jeder hat das gute Recht, das anders zu sehen. Zu dem Artikel habe ich nichts zu sagen, das KGV spielt für mich keine entscheidende Rolle. 🙂

  5. Seine Artikel werden immer wilder und immer falscher – Jetzt behauptet er schon (ohne Quelle natürlich) Dax und Dow währen nach dem KGV historisch günstig….. Für den Dow gibt er ein KGV der letzten 30 Jahre von 25 an. Unglaublich wie er absichtlich die Menschen täuschen will

    1. Hab ich heute morgen auch gesehen .. ist schon etwas krude .. frag mich wieso den so viele verlinken ..

    2. Er hat den Artikel nochmal geupdatet. Die springenden Punkte wurden für mich leider nicht geklärt und die Kernaussage ist, dass es sich um Mobbing handelt und er nur auf sachliche Kritik eingehen möchte. Schade, aber für mich ist es damit abgeschlossen und jeder kann sich ja seine eigene Meinung bilden. 🙂

      1. Habs auch gerade gelesen. Unter Mobbing verstehe ich etwas anderes. Und zum Rest .. die 30%+ Rendite hat er plausibel dargelegt. 12% ohne Risiko .. gut das ist Interpretationssache. Er versteht unter Risiko etwas anderes .. als die Mehrheit. ( So geht es mir allerdings auch 🙂 )

        Fakten zu seinem Buch und den Webinaren fehlen ..

        1. Ja und dazu, wie die 70.000 € Jahresumsatz in den Jahren als Anfänger zustande kamen. Für mich persönlich ist das heiße Luft, aber ich habe alles dazu gesagt. Verstehe allerdings auch nicht, wo nun Mobbing und Rufmord stattgefunden haben soll.

    3. Achso was ich dazu noch sagen wollte um es vielleicht ein wenig fairer darzustellen…ich glaube auch in seinem Artikel kein Wort davon gelesen zu haben,dass der Markt noch billig ist…dort sind die quellen der KGV historie verarbeitet worden und nicht eine Behauptung aufgestellt worden das der Markt billig ist. Ich glabe, dass der Begriff „erst“ eben nur eine Überrashcung darstellen soll…wie es weiter geht weiß doch keiner. In der Grafik der quelle sieht man auch, dass im Jahr 2008 das KGV zu diesem Zeitpunkt auch bei 15 war und ein gewaltiger Crash kam…das wäre dann zu diesem Zeitpunkt auch noch unter dem Durchschnitt gewesen…
      Ob und inwieweit manche Auftritte ihr intepretiert kann ich nachvollziehen und möchte ich auch nicht in kritik üben… ich denke jeder kann es interpretieren wie man möchte…

      1. dies ist aber nur meine Meinung…kann auch gern kritisiert werden

  6. Der besagte Blogpost ist wieder da .. mit einem Hinweis daß eine sachliche Antwort mit belegten Fakten kommen soll .. bin mal gespannt.

    1. Ich auch, danke für den Hinweis!

      1. Immer noch kein Update .. ich bin mal gespannt ob er es komplett aussitzt,

        1. Das scheint eine sehr ausführliche „Richtig“-stellung zu werden! 🙂

  7. Gerade bin ich über den Finanzblogroll auf „seine“ zweite Seite gestoßen: http://fgcapital.de/

    Interessant auf jeden Fall, wie man Teil seines Unternehmens werden kann.

    1. 12% Rendite ohne Risiko – der Untertitel seines Handbuches der Aktienanalyse.

      1. Füge ich mit ein, Danke!

  8. Im Prinzip macht der „Ausbilder“ da doch nur was in Finanzblogs durchaus gerne gepredigt wird: Passives Einkommen aufbauen durch eine Webseite und so Zeugs wie Bücher. Erscheint mehr ähnlich ehrlich wie bei Nischenseiten bei denen eingekaufte Artikel (also irgendwer schreibt irgendwas) als eigenes (Fach-)Wissen dargestellt wird um damit Geld zu verdienen.

    Gutheissen muss man es deswegen natürlich nicht – und tue ich auch absolut nicht. Ob es Betrug ist, kann ich nicht beurteilen, ein Geschmäckle verspüre ich dabei aber auch sehr deutlich…

    Der einzige Dampfplauderer unter den Finanzbloggern dürfte er aber auch nicht sein – denke da gibt es genug die anderen erklären wollen wie man Vermögen aufbaut, selbst von diesem Ziel kaum noch weiter weg sein könnten…

    1. Hey Martin,
      du hast vollkommen recht! Es gibt gerade auf YouTube eine Menge davon. Ich sehe nur, wie Blogger und Blogrolls ihm eine Fläche bieten auf denen ich und gute Bekannte auch erscheinen. Ich möchte nicht, dass schwarze Schafe sich auch in unserer Blogosphäre einnisten und möchte meinen Beitrag dazu leisten. Am Ende führen genau solche Akteure dazu, dass andere Blogs auch in ein schlechtes Licht gerückt werden. Ich würde es begrüßen, wenn die seriösen Blogger aufklären und so etwas nicht zulassen… stark genug sind sie gemeinsam.

  9. Hey Jasper,

    Wie ich dir eben bei WhatsApp schon geschrieben habe: Der Typ ist ein armes Schwein, wenn das alles stimmt.

    Wenn es stimmt, ist es ziemlich schade für ihn.

    1. Weil er es scheinbar nötig hat dubiose Inhalte zu produzieren.
    2. Weil er bei einer Menge Leute „unten durch“ zu sein scheint.

    Gerade letzteres ist aus meiner Sicht tragisch. Bloggen ist eigentlich nichts. Ich mache das zum Spaß. Mehr ist es nicht. Ein schlechter Blogger zu sein ist also nicht weiter wild, obwohl es natürlich immer gut ist, ein guter zu sein. Aber wie Warren Buffett schon sagte:

    „Es dauert zwanzig Jahre, sich eine Reputation zu erwerben und fünf Minuten, sie zu verlieren. Wenn man das im Auge behält, handelt man anders.“

    Ich denke, dass er zurecht eine miese Reputation mit solch dubiosen Handlungen erreicht. Das ist eigentlich das Schlechte für ihn. Versteh mich nicht falsch. Es kann egal sein, was irgendwelche anderen Leute über einen denken. Erst recht, wenn man von Leuten aus dem Internet ausgeht. Aber der Typ scheint eine Dienstleistung aufbauen zu wollen. Da ist der Ruf alles.

    Ich habe auch schon mehrmals Artikel von ihm gelesen. Wirkliche Finanzbildung (von der er ja gebetsmühlenartig spricht) konnte ich da noch nicht finden, aber vielleicht bin ich auch nicht die richtige Zielgruppe.

    Jedenfalls ignoriere ich einfach derartiges. In der Hinsicht bist du einfach der bessere Blogger, weil du solche Misstände ansprichst!

    Ich bin sehr gespannt auf seine Klarstellung. Vielleicht löst sich alles ja in Luft auf. Daran zu glauben, fällt mir aber leider schwer.

  10. Ich ahnte es, dass ich mit meiner Einschätzung bzgl. FG gar nicht so alleine bin. Mich verwundert, dass ich mit meiner recht harmlosen Äußerung, dass er mir nicht ganz koscher erscheint (letztendlich ist das die Quintessenz meiner Äußerungen, der Vorwurf des Betrugs oder der Hochstapelei ist von mir nie gefallen), derartige Reaktionen auslöse. Mal schauen, was da noch von anderen Bloggern kommt. Sherlock Holmes werde ich aber nicht spielen, um FG als was auch immer entlarven zu wollen.

    1. Ich schließe mich im Übrigen als Blogger dem Jasper an.

      Grüße Paul

  11. Es tut mir leid, aber ich möchte nicht, dass hier der echte Name erscheint. Ich möchte der Person die Möglichkeit geben, sich zu rechtfertigen und hier keine Hetzjagd in Gang setzen!

  12. Auf der vermeintlich benannten Seite werden auch Logos bzw. Siegel genutzt, die so gar nicht (zumindest nicht ohne definierten Link/Quellenangabe) genutzt werden dürfen. Da ich diese für ein ehrenamtliches Projekt selbst nutze, ist mir dies sofort ins Auge gestochen. Das er ohne den Quellenlink, der sogar positiv wirken würde, zu nutzen mit diesen Siegeln auf seinen Verkaufseiten wirbt, war für mich der erste Anstoß bzw. das erste Zeichen des Aufmerkens…
    Zwischenzeitlich gab es eine „Richtigstellungs“-Seite, die nun auch wieder komplett verschwunden ist…. Sehr komisch und dubios.

    EIn Geschmäckle wie der Schwabe sagen würde. Und wenn man so agiert wie hier, scheint was dran zu sein, sonst müsste man ja nicht zu solchen Mitteln und Hü und Hott greifen oder Kommentare/Kritiken löschen bzw. nicht freigeben. Mit Kritiken kann man sich auch auseindersetzen. Sofern man dazu fähig ist, kann sich das positiv auf Leser und *hust* Kunden auswirken.
    Zumindest etwas fürs Sommerloch das ganze 🙂

    1. Klingt interessant! Würde mich freuen, wenn du mir dazu eine Mail schreibst, das würde ich dann ebenfalls gerne unten aufführen.

      1. EMail mit Detailinfos ist raus. Die Absenderadresse kann aber nicht für Antworten genutzt werdne.

        1. @anonym32: Leider habe ich keine Mail erhalten, auch nicht im Spamordner.

          1. erneute e-mails sind raus. Mindestens eine davon sollte ankommen, da sie servertechnisch direkt von nebenan kommt 🙂

          2. Ist angekommen! Danke!

  13. Krasse Geschichte. 32% p.A.über solch einen Zeitraum sind zumindest sehr zweifelhaft wenn es nicht belegt werden kann. Habe keinen Schimmer um welchen Blogger es sich handelt, offensichtlich war ich noch nicht auf der Seite.
    Da ich selber Unternehmer bin kann ich aber zumindest zur UG-Thematik etwas sagen. Eine UG ist quasi eine GmbH aber wie Du richtig geschrieben hast bereits ab 1 Euro Einlage möglich. Es ist jedoch theoretisch möglich, dass man im Geld schwimmt und trotzdem sinnvollerweise als UG gründet. Wenn ich beispielsweise ein Unternehmen habe was zum Funktionieren nur sehr wenig Kapitaleinsatz benötigt (wie virtuelle Online-Kurse oder E-Books anstatt „echter Ware“ verkaufen), dann macht es wenig Sinn mit Gewalt Geld einzuzahlen das dann auf einem Girokonto unverzinst herumgammelt. Die Erträge der UG müssen jedoch zumindest zu einem Teil in der UG verbleiben bis irgendwann das Stammkapital angespart ist, dann kann man die Rechtsform in eine „richtige“ GmbH umwandeln.
    Zumindest die Rechtsform UG ist somit für sich betrachtet kein Indiz.

    1. Hey DocSchneider, danke für deinen Kommentar!
      Für mich ist es ein Indiz, da es etwas mit Seriosität zu tun hat im Auftritt. Habe ich die Möglichkeit eine GmbH zu gründen, dann tue ich das, besonders wenn ich im Finanzbereich Dienstleistungen anbiete. Die UG ist super und für viele Start-ups eine tolle Geschichte, aber sie hinterlässt immer einen faden Beigeschmack der mangelnden „Haftbarkeit“. Als Super-Investor mit >30% Rendite p.a. eine UG zu gründen stimmt mich einfach argwöhnisch.

  14. Hey, ich habe SOFORT als diese Person im FBlogroll aufgetaucht ist, Felix vor diesem unseriösen Scammer anonym gewarnt. Also bin da voll deiner Meinung.

    1. Super! Wollte ich auch, habe es aber aus Gründen der Faulheit gelassen. Die Börsenbriefwerbung ist mir allerdings sehr übel aufgestoßen.

  15. Bei besagtem Blog sind mir ebenfalls schon Ungereimtheiten aufgefallen. Warum kann man sein Buch nicht einzeln, bei einem Verlag erwerben? Das ist doch sehr merkwürdig. Bei seinen kostenlosen Analysen verwendete er auch nie aktuelle Daten, sondern meistens nur die Finanzdaten bis 2015. Gerade in einer Schnelllebigen Branche wie dem Aktienmarkt, sind Erkenntnisse aus so alten Daten wertlos. Da drängt sich der verdacht auf, dass auch seine Analysen nicht von Ihm sind.
    Der starke kommerzialisierungsgrad seiner Seite ist schon relativ eindeutig. Warum sollte ein finanziell freier Mensch seine Leser mit solchen Preisen schröpfen?

    1. Die Erklärung soll ja bald folgen, wir können also gespannt sein! 🙂

  16. Du stellst valide Fragen und Transparenz ist nie verkehrt. Ich bin mal gespannt wie die Antwort besagten Bloggers ausfällt.

  17. PS. Habe folgenden Text bei Ihm gepostet:
    Ich denke, das es sicherlich Vertrauen geben würde in Ihre Person, aber auch in Ihr Produkt. 32% ist nicht nichts. Es ist außergewöhnlich, fantastisch. Daher fragen sich viele: wie kann man das erreichen? Welche Assetklassen wurden genutzt. Bspw Immobilie Leipzig Innenstadt Kauf 2008 für 50.000 Wert heute (geschätzt) 115.000. Aktie A zu Kurs Y im Jahr 2013 usw. Wie machen es die, die diese Werte erreichen? Sie machen es transparent. Warum nicht Sie? Wovor fürchten Sie sich? Was hält Sie zurück? Aus Angst das Produkt verkauft sich nicht wenn es nur 11% sind?

    1. Und dieser Kommentar wurde ebenfalls gelöscht bzw. gar nicht erst zugelassen?

      1. Ich habe ja in meinem Blog geschrieben, dass meine Kritik nicht gelöscht bzw. nicht freigeschaltet wurde. Gegenstand meiner Kritik war das folgende Video:

        https://www.youtube.com/watch?v=I1jBabkQwbM&t=21s

        Betitelt als „Die 5 schlimmsten Anfängerfehler“

        Erster Punkt: „Vertraue nicht deinem Bankberater“ (Angesichts der Überschrift müsste es heißen: „Dem Bankberater vertrauen“)
        Zweiter Punkt: „Das perfekte Timing gibt es nicht“ (Auch das ist kein Fehler, sondern die Quintessenz, dass Markettiming nicht funktioniert.)

        Ich habe ihn nur auf dieses Durcheinander hingewiesen; der Rest ist doch okay. Ich empfand das als ziemlich dünnhäutig.

        Ich werde in den Kommentaren mitunter auf Rechtschreibfehler und Rechenfehler hingewiesen, ich lasse die Kommentare stehen, bedanke mich und korrigiere es.

        Zu seiner Traumrendite kann ich auf http://fgcapital.de/ueber-florian-guenther/ verweisen.

        Von 4.132,37 € im Jahre 2004 auf 71.378,84 € im Jahre 2014. Überprüfen kann man es nicht. Selbst wenn es stimmen sollte, ist dies ja kein Ausweis, dass man ein guter Investor ist. Wenn 36 Leute an den Roulette-Tisch gehen und jeder auf eine andere Zahl von 1 bis 36 setzt, dann wird Wahrscheinlichkeit von 97 % einer davon seinen Einsatz versechsunddreißigfacht haben. Ist das nun Können? Nein, es ist Glück. Und genau das kann an der Börse auch passieren, dass man Glück hat. Wichtig ist, dass man das reflektiert und sich auch kritisch eingestehen kann, dass es diesen Glücksfaktor gibt. Ich behaupte ja auch nicht von mir, dass ich nun so ein toller Investor wäre. Ich hatte natürlich auch Glück und auch ein wenig Pech (deutscher Versorger :-)). Die vier Gs von Kostolany sind ja bekannt und Glück ist ja nur eines von vier Gs. Die anderen stehen für Geld, Geduld und Gedanken. Geld habe ich, Schulden habe ich nicht. Ich bin extrem geduldig und ich habe mir meine eigenen Gedanken schon immer gemacht, schon als Kind. Zu Geld kommt man mit Arbeit und haushalterischer Disziplin. Zu Gedanken gelangt man, wenn man viel liest, sich hinsetzt und ein bisschen nachdenkt. (Man muss nicht ständig plappern.) Und Geduld ist meines Erachtens eine Eigenschaft, die man auch erlernen kann.

        Vorwerfen muss man ihm aber, dass er nur die Zeit bis 2014. Das ist ein willkürlich gewähltes Ende des Betrachtungszeitraumes. Unter anderem meine ich auch das, wenn ich sage, dass er mir nicht koscher ist.

        1. Hey Couponschneider,
          das Pech mit den deutschen Versorgern hatten wir fast alle denke ich 😀 bei mir war es RWE.

          Für mich sind Aussagen wie „12 Prozent Rendite ohne Risiko – Der Mindestlohn für Value Investoren“ oder die Behauptung, man habe am Anfang schon 70.000 € im Jahr gemacht (wo sind die in der Anfangszeit 2004-2014? Wäre ja inzwischen schon 13*70.000 und mehr…), schlicht und einfach Lügen um ein Produkt zu verkaufen. Ich finde gruselig, wenn alle zuschauen, wie in ihrem Umfeld solche Leute Unwissenden das Geld aus der Tasche ziehen und wollte zumindest meine Reichweite nutzen, um evtl. einen Stein ins Rollen zu bringen. Vielleicht klärt sich ja noch alles auf. Die vier G´s sind allumfassend und den meisten mangelt es wohl tatsächlich an der Geduld. Inzwischen stehen auch mal ein paar negative Kommentare auf seiner Seite. Ich finde man sollte alles stehen lassen, solang es keine Drohungen oder dümmlichen Beleidigungen sind. Dir Neid zu unterstellen war mein persönliches Highlight.

        2. na Couponschneider, ganz so ist es wohl doch nicht, eine missliebige Bemerkung und schwupp… ist man gesperrt für weitere Kommentare, oder fällt die Empfehlung ein Grammatikbuch zu konsultieren denn unter „Werbung“? http://couponschneider.blogspot.ch/2016/12/justins-spaziergang-auf-dem.html
          Andere kritisierst Du ja sehr gerne und stellst sie Alle für blöd hin, mich stört sowas, Freunde dürftest Du mit Deiner arroganten Art kaum haben.

          Was den Value-Investor angeht, sowas wird mir und meinem Geldbeutel sicher nicht gefährlich, im Moment scheint er auf „vertrauensbildende Massnahmen“ zu setzen, auf die tolle Antwort bin ich mal gespannt.

    2. @Sascha So ein hate speech muss natürlich gelöscht werden 😀

  18. Besten Dank für deinen Beitrag, deine Bewertung des Scharlatans und das Couponschneider nicht allein in der Bloggerszene ist.

    Schon beim Besuch der erwähnten Homepage und der unseriös wirkenden Werbung wird mir übel.

    Wer mit 32% p.a. Rendite wirbt und aussieht wie ein Staubsaugerverkäufer kurz vor seiner Confirmations-Feier, dem würde ich höchstens mein Bargeld zur Geldanlage anvertrauen, welches aus der Leergutrückgabe meiner letzten Grillparty resultiert.

    Grüße
    Djerun

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